|
||||||||||||||||||||||
| ISBN: 0757900615 ISBN: 0757900615 ISBN: 0757900615 ISBN: 0757900615 | ||||||||||||||||||||||
|
|
Wir empfehlen: | |||||||||||||||||||||
Entwicklung und Bau der ViolenfamilieBei den Streichinstrumenten wird die Saite mit einem Bogen gestrichen. Um
eine möglichst gute Reibung zwischen Bogen und Saite zu erzielen,
müssen die Haare vor dem spielen mit Kolophonium (Edelharz) eingestrichen
werden. Die Tonhöhe der einzelnen Saiten wird durch aufsetzen der einzelnen
Finger (Verkürzung der Saite) verändert. Durch das Vibrato wird der
Ton lebendig. Mit verschiedenen Methoden der Bogenführung werden allerlei
Effekte erzielt (z.B. martellato = gehämmert; tremolo = rasches Hin- und
Herstreichen, col legno = mit der hölzernen Seite des Bogens). Durch das
Aufsetzen eines Dämpfers auf den Steg (con Sordino) wirkt der Ton
verschleiert. Einen gitarreähnlichen Effekt ergibt das Anzupfen einer
Saite, das man Pizzicato (pizz.) nennt.
Die Saite allein könnte man kaum hören. Das eigentlich
abstrahlende Element ist das Korpus; es führt die erzwungene Schwingung
aus, die ihm von der Saite über den Steg und den Stimmstock übertragen
wird.
Die Violenfamilie besteht aus den Saiten, die über den
Steg gespannt sind. Auf der einen Seite sind sie am Saitenhalter
befestigt, auf der anderen verlaufen sie über das Griffbrett
(Ebenholz), welches am Hals befestigt ist, zur Schnecke
(Buchsbaum), wo die Wirbel im Wirbelkasten sind.
Die Decke ist aus Fichtenholz. An ihrer Unterseite ist der
Baßbalken angeleimt, der die Schwingungen weiterleitet. Der
Stimmstock verbindet Decke mit Boden und leitet dadurch die Schwingungen
an diesen weiter. Zarge und Boden sind aus Ahornholz. In der Decke
sind die f-Löcher, die auch für eine bessere Schallabstrahlung
sorgen.
Die Violine (Geige) entstand Ende des 16. Jarhunderts. Sie hat ihre Form im wesentlichen bis heute beibehalten. Seit der Mitte des 17.Jahrhunderts spielt sie in der Instrumentalmusik eine führende Rolle.Die Kunst des Geigenbgaues entffaltete sich besonders in Italien im 17. und
18. Jahrhundert. (Stradivari) Auch im deutschen Sprachraum gab es hervorragende
Meister, wie die Familie Klotz im Mittenwald, Jakob Stainer in Absam in Tirol
und die Wiener Geigenbauer. Die Violine ist in Quinten gestimmt
(g-d‘-a‘-e‘‘) und wird im Violinschlüssel
notiert.
Die Viola (Bratsche) ist das Alt – Instrument der
Streicherfamilie; sie ist etwas größer und um eine Quint tiefer
gestimmt als die Violine (c-g-d‘-a‘). Die Notation erfolgt im
Altschlüssel.
Das Violoncello (Cello) ist das Tenor – Baßinstrument;
es wird mit einem Stachel auf dem Boden aufgesetzt und zwischen den Knien
gehalten. Die Saiten klingen eine Oktav tiefer als die der Viola. (C-G-d-a) Die
Notation erfolgt im Baßschlüssel, in hohen Lagen im Tenor- oder
Violinschlüssel.
Der Kontrabaß ist als Nachfahre der Gambenfamilie nicht in
Quinten sondern in Quarten gestimmt:
E1-A1-D-G. Der Klang ist eine Oktav
tiefer als die Notation. Besonders wirkungsvoll ist das Pizzicato des
Kontrabasses, das vorwiegend im Jazz angewendet wird.
Eine zentrale Stellung im geschichtlichen Werdegang der Streichinstrumente
nimmt die Viola da gamba (ital. gamba = Bein) ein. Im 16. und 17.
Jahrhundert wurde die Viola da gamba in mehreren Größen als
„Familie“ gebaut. Im Unterschied zu den Violininstrumenten, die Ende
des 15. Jahrhunderts entstanden, Besitzen die Gamben in der Regel 6 über
Bünde laufende Saiten in Quart und Terzstimmung, ihr Schallkörper hat
einen flachen Boden, abfallende „Schultern“, hohe Zargen und
Schallöcher in C – Form.
Bevorzugte Verwendung fanden die Gamben im frühbürgerlichen
England des 17. Jahrhunderts. Als Solo – Instrument wurde die Tenor
– Gambe noch bis Ende des 18. Jahrhunderts gebraucht; ihre Funktion
übernahm dann das ausdrucksstärkere Violoncello.
|
||||||||||||||||||||||
|
This web site is a part of the project StudyPaper.com. We are grateful to Uli Breunig for contributing this article. Back to the topic site: StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Kultur/Kunst/Musik External Links to this site are permitted without prior consent. | ||||||||||||||||||||||
| deutsch | Set bookmark | Send a friend a link | Copyright © | Impressum | ||||||||||||||||||||||